Warum „warten“ viel über das Unternehmen verrät…

Da sitBlogbericht Wartenze ich nun. Und warte. Gleich wird der Kunde auf mich zukommen, der mich angerufen hat.

Ich bin zu früh. Das ist meistens so. Nichts ist schlimmer, als bei einem Erstgespräch zu spät zu kommen, finde ich.  Aufmerksam schaue ich mich um.
Um festzustellen, dass die Wartemöglichkeit nicht dem entspricht, was ich nach dem Auftritt der Firma im Internet erwartet hätte. Das ist auch meistens so. Aber gut – dafür bin ich ja da. 🙂 Manchmal stelle ich mir genau diese Situation wie eines dieser berühmten Blind-Dates vor. Wenn der Mann auf dem Foto 10 Jahre jünger und 15 kg leichter aussieht und die Wirklichkeit dem so gar nicht entspricht. 🙂

Nun bin ich ja bekanntlich nicht nur für „schöner Wohnen“ zuständig, sondern liefere meinen Kunden eine fundierte Business-Feng-Shui-Auswertung für das gesamte Gebäude oder den Gebäudekomplex inclusive Außenanlagen. Dazu gehört nach dem Ankommen auch das Warten.

Sehen Sie sich doch bitte das Foto genau an. Mitten im großen Empfangsraum steht ein viel zu kleines Sofa. Falls noch jemand außer mir wartet, muss ich mit einem wildfremden Menschen sehr eng auf Tuchfühlung gehen. Mag ich nicht so gerne. Andere Menschen auch nicht. Das ist normal. Hinter mir steht eine dieser Yukka-Palmen die ihre besten Tage hinter sich hat. Mitarbeiter laufen die Treppe hinter mir auf und ab. Sie reden miteinander. Das stört und irritiert mich. Andere Mitarbeiter kommen aus ihrem Büro um zu drucken, zu kopieren und zu reden. Das stört. Und nicht nur mich. Firmen-Internas gehen mich als Gast nichts an. Auf dem Glas-Tisch liegen Zeitschriften die drei Jahre alt sind. Der Teppich dürfte um einiges älter sein. Ein aufstrebendes Unternehmen präsentiert sich anders.

Schutz 7.1Hier muss unbedingt eine Rückendeckung aufgebaut werden. Am besten etwas Solideres, das dem Wartenden wirklich Sicherheit gibt. Ob dieser Rückenschutz aus Holz oder Metall errichtet wird, ist nicht so wichtig. Hauptsache, er erdrückt den Besucher nicht  und  hat keine scharfen Kanten. Dann wäre nichts gewonnen. Manchmal kann schon ein solider Paravent schützen, der mit dem Logo oder Leitspruch der Firma bedruckt ist.

Hier gehört auch eine bequeme Sitzgelegenheit hin. Aber nicht das Sofa, das von irgendeinem Umbau übrig ist. Denken Sie bei der Auswahl des Sitzmöbels daran, dass auch ältere Menschen in Ihr Unternehmen kommen. Auch sie sollten bequem sitzen und wieder leicht aufstehen können. Es muss auch keine Sitzgruppe sein. Mehrere bequeme Sessel mit hoher Rückenlehne sind prima.

Eine gesunde, große Pflanze stärkt zusätzlich den seitlichen Bereich und sorgt für den Ausgleich der fünf Elemente. Zudem verbessert sie die Akustik – ebenso wie Sitzgelegenheiten aus Stoff und ein großer Teppich. Sollte umgebaut werden kann natürlich über weitere Akustik-Maßnahmen nachgedacht werden. Kopierer und Drucker sollten einen anderen Platz finden. 

Die Beispiele sind aus meinem Ratgeber Schutz . 🙂

Herzlichst Ihre
Heike