Wo ist denn bei IHNEN das Feng Shui?

Ein Telefonat hat mich daran erinnert. 🙂 Danke Andrea!

Die Inventa 2011 in Karlsruhe war meine erste und einzige Messe, bei der ich in den vergangenen Jahren selbst ausstellte. Ich hatte einen kleinen Stand und versuchte nach Feng-Shui-Kriterien ein harmonisches Ganzes zu zeigen. Viele Menschen haben die Couch als wohltuende Ruheinsel im geschäftigen Treiben genutzt. Manch´ gutes Gespräch wurde geführt. Ich war natürlich auch auf der Messe unterwegs, habe mich informiert und mir unter anderem den Messestand einer Kollegin angeschaut. Von weitem. „Neugier, Dein Nam´ist Weib“ – frei nach Shakespeare. Ich sah: Die Yin-Yang-Monade auf dem Boden, ein Wasserfallposter an der Wand, eine Theke und chinesische Zeichen auf den Gewändern. Glückskekes zum Verteilen und jede Menge Kleinzeug zum Kaufen. Und genug Käufer dieser Kleinwaren. Na ja. Nicht so meines.

Am zweiten Tag kam diese Kollegin an meinen Stand. Zweimal war sie vorher vorbeigegangen ohne etwas zu sagen. „SIE sind also die andere Beraterin?“ Ich bejahte ihre Frage. „Wo ist denn bei IHNEN das Feng Shui?“ lautete direkt die nächste Frage. Ich machte nur eine Handbewegung, die den Raum umfasste. Das verstand sie nicht. Ich sie auch nicht. Wir haben nie wieder miteinander gesprochen.

Hier noch ein paar Erklärungen zum damaligen Messe- Stand und wo das Feng Shui denn nun steckte: (entnommen aus meinem alten Blog):
Die Sitzsituation als solche kann sowohl im Wohnraum, als auch im Wartezimmer einer Praxis oder eines Chefvorzimmers eingesetzt werden.
Ich hatte den Stand einerseits in die 9 BAGUA-Zonen aufgeteilt (nach den Himmelsrichtungen – die Couch steht dabei im Norden), auf ein Yin-Yang Gleichmass, das Vorhandensein aller 5 Elemente und den Qi-Fluss geachtet, sowie eine gute Position, für den- oder diejenige, die auf der Couch saß. (Rückendeckung, Flankenschutz, MING TANG), dabei aber auch extra einen eckigen Glastisch benutzt, um zu zeigen, wie man „angreifende Ecken“ entschärfen kann.


Der wunderschöne Brunnen, den mir die Firma Beha, Keramikatelier in Staufen zur Verfügung stellte steht natürlich im Bereich Südosten – für Reichtum, Optimismus, aber auch für immaterielle Werte. Durch die Holzform der Säule und das Türkis der Metall-Form-Kugel unterstützen sie diesen Bereich besonders gut.


Die Couch stand in der Mitte (Norden) – die Rückendeckung war definitiv gegeben, die Wände bestanden aus beigefarbenem Lehmputz, zusammen mit dem „Flexstein“ hinter der Couch gaben Sie dem Ganzen die Erdverbundenheit, die so viele Menschen ansprach.Zudem hatte die Steinstruktur an sich, durch die Längsanbringung schon eine leichte Wellenbewegung. Zusammen mit den blauen Kissen symbolisierten sie den Norden – das Wasser und unterstützen Visionen, Lebensfluss, die Karriere und die Unternehmensentwicklung. Yin- und Yang-Ausgleich ergibt sich durch Dunkel-Hell Kontrast.

Die Ecke Westen und Nordwesten werden dem Metall zugeordnet – der Westen steht dabei für Filialen, Projekte, Kreativität, Kinder und Ideen, der Nordwesten für Coaches, Mentoren, Geschäftsfreunde, Unterstützung, Freunde. Ich habe mit Kugeln, Metall-Bilderrahmen, einem runden Metalltisch und Metallleuchten diesen Bereich unterstützt. Der Erdfarbton selbst stärkt den Bereich auch (Erde bringt Metall hervor).

Die Pflanze im Osten, dem Holzbereich – steht für Familie, Eltern, Lehrer, Herkunft, Vorgänger, Vorgesetzte, Management. Ich habe sie gleichzeitig benutzt um die etwas zu große Öffnung, die mein Standnachbar mir vorgab zu blocken. Auch hier Yin-Yang – Kontrast: dunkler Boden, heller Übertopf . Dunklere Beläge am Boden vermitteln zudem ein Gefühl der Stabilität und Sicherheit.

Beispiel Yin-Yang – Kontrast Dunkel-Hell und Weich-Hart(Korkboden von der Fa. Naturo in Karlsruhe http://www.naturo.de/) – Teppich von der Fa. Alf Wohnconzept in Rastatt http://www.alf-wohnkoncept.de – auch die wunderschöne Couch und der Glastisch war von Fa. Alf. Noch ein Kontrast fand sich durch das Groß-Klein der runden Leuchten.

Die Theke steht im Südwesten im Bereich Erde (deshalb auch Erdform) und somit auch bei den Kundenbeziehungen, dem Betriebsklima, der Partnerschaft – hat also super gepasst.

Hier eines der sog. „angreifenden Ecken“ und die Möglichkeit mit Hängepflanzen zu kaschieren. Glastische an sich sind aus Feng Shui Sicht nicht empfehlenswert, weil sie keine feste Basis bieten. Die Pflanzen am Stand kamen super an. Ich hätte die Gestecke mindestens 20x verkaufen können. Qi-Auffrischung par Excellence…

So, nun wäre das mit dem Feng Shui auch geklärt, oder?! 🙂