VOOKING – weil Vegetarier eine andere Küche brauchen

Durch die vielen Ereignisse der letzten zwei Wochen bin ich noch gar nicht dazu gekommen, über meinen Besuch auf der IMM Cologne zu berichten. Das hole ich gerne in mehreren Artikeln nach.

Fasziniert hat mich zum Beispiel im Vorfeld die Frage, die auch im Visitor´s Guide gestellt war. „Braucht ein vegetarischer Koch eine andere Küche als jemand, der tradionelle Hausmannskost fertigt?“ Ich selbst bin keine Vegetarierin und im ersten Moment habe ich die Frage  nicht wirklich beantworten können. Aber was das Projekt-Team aus Industrie- und Möbeldesignern (Mario Zeppetzauer, Stefan Degn, Stefan Radinger), sowie Kochprofi (Harald Hochettlinger) und High-Tech-Schreiner (Gerhard Spitzbart) entwickelt hat, fand ich sehr überzeugend. Ich liebe Lösungen, die durchdacht sind. Auf der Messe wurden 7 Units vorgestellt, die sich in eine eine aktive und eine passive Kochzone aufteilen.

In der vegetarischen KücheSpüle-Keimen-Unit (2) müssen wesentlich mehr Zutaten gereinigt, gewaschen und  zerkleinert werden. Für viele Gerichte werden Keimlinge gezogen und deshalb wurde eine „Keimbrücke“ direkt in die Spüle integriert.

 

Herd-Unit
Den verschiedenen Kochformen der vegetarischen Küche wurde mit einem normalen zweier Gasherdeinheit, einer WOK-Gaseinheit und einer Teppanyaki-Platte Rechnung getragen.
Würzen-Schneiden-Unit 

 

 

 

Da deutlich mehr Gewürze zum Einsatz kommen können in 36 Tongefäßen diese im Ganzen gelagert. Übersichtlich präsentiert sind der Kreativität beim Kochen keine Grenzen gesetzt. Ein Mörser, eine integrierte Küchenmaschine sind genauso vorhanden wie eine Keramikfläche für Teige und zwei mobile Schneidbretter, die mit der Spüle kompatibel sind.

Farming-Unit

Kühlen-Unit Getreide Unit

 Zu den passiven Einheiten zählen die Entwickler unter anderem ein Farming-Unit. Mit ihr ist es möglich frische Kräuter und Gewürze, sogar Nutzpflanzen selbst zu ziehen. Wachstums-LED-Leuchten und ein Lüftungssystem sorgen für eine üppige Ernte. Ein Bewässserungssystem kann integriert und zudem können vier verschiedene Klimabereiche nachgestellt werden.

Kühlen und Frischhalten sind natürlich essentiell in der vegetarischen Küche. Dabei qualitativ und sicher quantitativ ausgeprägter als in normalen Küchen. Mehrere Kühlzonen helfen die verschiedenen Lebensmittel individuell zu lagern.

Im Getreide-Unit kann Getreide in bis zu 6 Säcken aufbewahrt und in der integrierten Getreidemühle gemahlenwerden wie andernorts Kaffee. Sogar eine Waage ist integriert.

Ohne Fotos: ein normales Backrohr zum (beispielsweise zum Brotbacken) ist ebenso vorgesehen wie ein Dampfbackofen.

Wer mehr über die Küche für Vegetarier wissen möchte: VOOKING – THE VEGETARIAN CONCEPT KITCHEN – ich wünsche diesem Team aus Visonären und Entwicklern viel Erfolg!

Wie ist Ihre Meinung zum VOOKING-Konzept? Ich freue mich auf Ihre Kommentare! 🙂
Heike